Allgemein

Michael Roeßgen gewinnt in Aachen

Veröffentlicht

Michael RoeßgenAachen – Vor grandioser Kulisse von über 6.000 Zuschauern gelang es Michael “Präsi” Roeßgen den Aachener Klassiker “Rund um Dom und Rathaus” in der Rennklasse Senioren III zu gewinnen.


Der 900 Meter lange Rundkurs – bis auf wenige Meter nur Kopfsteinpflaster – schien zunächst nicht sein Rennen zu werden. Kurz vor dem Start prasselte noch ein heftiger Schauer auf die Pavés, die auch dem rennerfahrenen Abteilungsleiter sehr skeptisch dreinschauen ließen. Doch noch rechtzeitig vor Rennbeginn riss der Himmel auf, es trocknete ab und da hieß es auch schon “Das Kommando gilt! All Heil und gute Fahrt!” Und so wurden die 44 Runden des Doppelrennens der Klassen Senioren II und III von rund 30 Athleten in Angriff genommen. Kein leichtes Stück Arbeit bei sage und schreibe acht Kurven und so einigen Kanten, wenn es in ein anderes Aachener Altstadtgässchen hinein ging. So rasten die Fahrer Runde um Runde an direkt an der Strecke in Lokalen speisenden Aachen-Besuchern vorbei, um das Rathaus herum, über eine üble Rampe mit Rillen zwischen Steinen, in die die Breite eines Vorderrades zweimal hineinpasst, zurück auf den Rathausvorplatz, auf dem sich Tausende begeisterter Zuschauer drängten.

Nach wenigen Runden hatte schon so mancher entnervt oder wegen Defekt aufgegeben und nach etwa einem Drittel der Strecke hatten sich dann rund 10 Senioren II-Fahrer absetzen können. Diese Gruppe dezimierte sich im Verlaufe des Rennens um zwei Fahrer. Einem der verbliebenen acht gelang ein Ausreißversuch zur Rennmitte hin. Michael Roeßgen setzte sich in der zweiten Gruppe mit weiteren Senioren III und Senioren II Fahrern fest. Acht Runden vor Schluss passierte der Spitzenreiter diese Gruppe, sieben Runden vor Schluss schloss die erste Gruppe auf. Auf dem Platz hinter dem Rathaus brachte sich der Pulheimer in der letzten Runde in beste Position direkt hinter dem Schwerter Jürgen Buchmüller, zog in der Rampe an ihm vorbei und gewann das Senioren III-Rennen. Einige Wochen zuvor hatte er schon bei den Deutschen Meisterschaften in Parchim Platz 11 belegen können.

“Ich bin selbst überrascht, wie gut mir das Kopfsteinplaster liegt, zumal ich mich vorher wegen des Kurses noch sehr skeptisch meinen Betreuern Nadine und Armin gegenüber geäußert hatte. Und dass ich bei diesem Doppelrennen sogar in der Senioren II noch Neunter geworden wäre, hat mich noch mehr überrascht”, resümierte ein zufriedener Sieger nach dem harten Rennen. “Jetzt muss ich erst mal alle Schrauben am Rad nachziehen.” Sobald die gelockerten Schrauben wieder sitzen, wird er in den kommenden Rennen bis zum Pulheimer Heimrennen am 2. September wohl noch des Öftern ganz vorne eine Rolle mitspielen.